Bericht/Chronik vom 24.05.2026
Gedenken an den Hochwasserdammbruch

Am dritten Tag der ausgelassenen „Pfingst-Volksfest-Freude“ versammelten sich am Pfingstsonntag um 19 Uhr rund 70 Personen zu einem Gedenken, das seit 1999 zusätzlich das Pfingstfest in Neustadt prägt.
Es war ebenfalls der Abend des Pfingstsonntag, als der Wasserstand der Donau unaufhörlich stieg, das Volksfest abgesagt wurde und der Platz geräumt wurde. Am darauffolgenden Morgen des Pfingstmontag kam es zum Bruch des Dammes und einer verheerenden Hochwasserkatastrophe.
Ein Gedenkstein „In Erinnerung an den folgenschweren Dammbruch am Pfingstmontag, den 24. Mai 1999“, angebracht von der Christlichen Bauernbruderschaft Neustadt a.d. Donau, markiert exakt diese Stelle.
Dorthin laden die katholische und evangelische Kirchengemeinde zusammen mit dem Traditionsverein jedes Jahr zu einer ökumenischen Andacht ein.
Neben einer Fahnenabordnung waren auch erster Bürgermeister Thomas Memmel, dritter Bürgermeister Sebastian Mayer, zahlreiche Stadt- und Kreisräte und Bürgerinnen und Bürger der Einladung gefolgt.
„Das Antlitz der Erde braucht Gott, braucht seine Begleitung, seine Fürsorge und seinen Schutz“, mit diesen Worten begrüßte sie Pfarrer Thomas Stummer und bedankte sich für ihr Kommen.
Nach dem Lobpreis Gottes durch Prädikant Peter Kelly von der evangelischen Kirchengemeinde Abensberg-Neustadt nahm Thomas Stummer den 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi zum Anlass, auf dessen Verehrung des Schönen in der Schöpfung Gottes hinzuweisen. „Heute sehen es viele Menschen in unserer Gesellschaft nicht mehr, vielmehr sind sie „ewig unzufrieden“, wenn nicht alles wie selbstverständlich läuft.“
Umrahmt von Musikern der Stadtkapelle Neustadt sprachen Gemeindereferentin Maria Ganslmeier und Peter Kelly die Fürbitten für alle Opfer von Umweltkatastrophen und Mitglieder der verschiedensten Hilfsorganisationen, die sich um sie kümmern.
Auch der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag im Bierzelt des Volksfestes mit Pfarrer Thomas Stummer, Pfarrerin Anne-Kathrin Streeck und Gemeindereferentin Maria Ganslmeier stand traditionell im „Gedenken an den Dammbruch der Donau am Pfingstmontag 1999“.
Mehrere hundert Gläubige folgten den Gedanken des Stadtpfarrers über „die Rechnung, die den Menschen irgendwann präsentiert wird für den Sonnenschein, das Rauschen der Blätter, den Wundern und allen Schönheiten der Natur.“ Er regte an, nie zu vergessen, was Gott dem Menschen Gutes getan hat. Im gemeinsam gesungenen „Großer Gott“ kam dies abschließend zum Ausdruck. Bei strahlendem Sonnenschein hatte die Volksfestbesucher sicherlich auch am letzten Tag des viertätigen Festes jede Menge Spaß und Unterhaltung
Eingestellt von: Josef Kastl