Unsere Veranstaltungshinweise:


Ihr Pfarrer Thomas Stummer

Guten Abend und Herzlich Willkommen

Musikalischer Adventskalender 2

In unserem „musikalischen Adventskalender“ sind am 2. Adventssonntag die Brüder Benedikt und Felix Sandl dran. Sie spielen uns mit Posaune und Tenorhorn das wunderbare Lied „Maria durch ein Dornwald ging“.



Maria durch ein Dornwald ging. Kyrie eleison.
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieben Jahrn kein Laub getragen.
Jesus und Maria.

Was trug Maria unter ihrem Herzen? Kyrie eleison.
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.

Da haben die Dornen Rosen getragen. Kyrie eleison.
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria.

Der Literaturwissenschaftler Hermann Kurzke schreibt zu diesem Lied von einer persönlichen Erfahrung: „Ein Donnerstag im Oktober. Tag der Einweisung. Diagnose Krebs. Ein Flur. Immer wieder warten, sitzen, schweigen. Angst liegt in der Luft. Die Gedanken verselbständigen sich, eine Melodie stellt sich ein. Erst einzelne Fetzen, dann eine Zeile. Stummes Summen, einmal, mehrmals, schließlich unaufhaltsam … Allmählich kommen Textfragmente dazu: Maria durch ein Dornwald ging … Es denkt: Ja, genau dort befinden wir uns – im Dornwald. Im Dornwald der Krankheit, der Angst, des Ausgeliefertseins, der Ausweglosigkeit. Und des Nichtaufgebenwollens. Es summt: Da haben die Dornen Rosen getragen. Kyrie eleison. Ob die Dornen Rosen tragen werden?“

So viel hat Platz in diesem alten Adventslied: so viele „Dornen“ des Lebens, so viel tiefes Leid, das in der Seele jedes Menschen verborgen ist – aber auch so viel Sehnsucht und (vielleicht skeptische) Hoffnung, dass die Dornen doch noch „Rosen tragen können“ …

So viel hat Platz in der Adventszeit! Und wenn wir sie richtig feiern und an uns „herankommen“ lassen, mag so manches in uns „aufblühen“, weil die Liebe selbst zu Weihnachten in unserer Welt erblüht ist.

Ich wünsche Ihnen eine gute, gesegnete 2. Adventswoche!




Es grüßt Sie herzlich

Ihr Pfarrer Thomas Stummer